Ein besonderer Tag stand an mit der Werksführung im Stahlwerk Georgsmarienhütte! Im Rahmen des Chemieunterrichts besuchen die vier 8ten Klassen unserer Schule diesen besonderen Ort, an dem es endlich einmal so zugeht, wie man es sich für den Chemieunterricht wünscht – mit viel Krach, großer Hitze und spektakulären Feuershows. Denn genau das konnten wir hier erleben!
Zu Beginn führte uns ein Mitarbeiter zunächst durch die Ausbildungswerkstatt der Georgsmarienhütte GmbH und gab uns einen Überblick über alle Ausbildungsberufe, die man an diesem Standort zur Auswahl hat. Die Palette ist vielseitig und reicht von der Elektrotechnik über die Verfahrenstechnologie und Zerspanungsmechanik bis zur Werkzeugmechanik, um nur einige Beispiele zu nennen. In der Ausbildungswerkstatt hat nach einer gemeinsamen Grundausbildung aller technischen Berufe dann jeder Beruf seinen eigenen Bereich. Diese durften wir alle in Augenschein nehmen und all unsere Fragen rund um die Ausbildungsberufe stellen.
Danach ging es auf den Rundweg über das Betriebsgelände, nachdem wir eine Sicherheitseinweisung durchlaufen hatten und zu unserem Schutz in die Sicherheitsbekleidung geschlüpft waren. Das war an diesem heißen Tag gar nicht so einfach, denn sie besteht aus einem festen, orangen Kittel, einem Helm, einer Schutzbrille und bei Bedarf auch einem Gehörschutz. Lange Hosen und festes Schuhwerk waren zusätzlich Voraussetzung.
Auf dem nun folgenden 2stündigen Rundgang konnten wir alle Produktionsschritte im Stahlwerk in vollem Betrieb erleben! Auf der Basis von Schrott wird hochwertiger Stahl in verschiedenen Formen hergestellt. Den gesamten Prozess vom Schmelzen des Schrotts über das Gießen in der Stranggießanlage bis hin zu den nachfolgenden Schritten im Walzwerk und der Qualitätskontrolle jeder einzelnen Stange Stahl konnten wir verfolgen. Dabei war der Moment, in dem eine riesige Menge Schrott in den Elektrolichtbogenofen fiel und dann nach und nach eingeschmolzen wurde sicher am beeindruckendsten. Die Hitzeentwicklung war sehr deutlich zu spüren und der Lärm ohrenbetäubend, obwohl wir in einem Nebenraum standen. Einfach spektakulär! Vielen Dank für die tollen Einblicke und die ausführlichen Erklärungen!
Beeindruckt war wir auch von der Ausdauer unserer beiden Besuchsbegleiter, die am Ende unseres Rundgangs längst nicht so erschöpft waren, wie wir, obwohl sie als ehemalige Mitarbeiter und jetzige Rentner doch deutlich älter sind wie wir."
(Text und Foto: Maren Tetenborg)
Frau Tetenborg